Spezialuntersuchungen

Es lohnt sich, genau hinzusehen...

In den letzten Jahren konnte die Augenheilkunde zahlreiche Fortschritte in Früherkennung und Verlaufskontrolle von Augenerkrankungen verzeichnen. Um Ihnen die Vorteile moderner Diagnostik bieten zu können, ist unsere Praxis mit hochspezialisierten Untersuchungsgeräten ausgestattet, die folgende Untersuchungen ermöglichen:

 

• Digitale Befunddokumentation des Augenhintergrundes / Fundusfotografie

• Messung der Hornhautdicke / Pachymetrie

• Vermessung der Hornhautoberfläche / Hornhauttopographie

• Messung der Nervenfaserschichtdicke (GDx)*

• Dreidimensionale Untersuchung der Papille und der Netzhaut / Tomographie (HRT)*

 

* Kooperation/Gerätegemeinschaft mit einer Augentagesklinik

Digitale Befunddokumentation des Augenhintergrundes / Fundusfotografie

Bei vielen Augenerkrankungen (Glaukom, Makuladegeneration, Tumore) sowie für Risikogruppen wie Diabetiker und Bluthochdruckpatienten ist eine kontinuierliche Kontrolle des Augenhintergrundes/Sehnervenkopfes erforderlich. Bisher musste sich die Dokumentation der Befunde auf Beschreibungen und Zeichnungen beschränken. Jetzt kann der Verlauf von Erkrankungen am hinteren Augenabschnitt objektiv mit digitalen Aufnahmen des Augenhintergrundes genauer kontrolliert und dokumentiert werden.

Fundusfotografie

Mit einer speziellen Funduskamera wird ein detailliertes Bild des Augenhintergrunds aufgenommen. Selbst kleinste Veränderungen können erkannt, gezeigt und mit Aufnahmen vorheriger Untersuchungen direkt verglichen werden. Die Untersuchung ist schmerzlos und dauert nur wenige Minuten.

Messung der Hornhautdicke / Pachymetrie

Die Pachymetrie ist ein neues Verfahren, das bei der Diagnostik des Grünen Stars (Glaukom) eine wichtige Rolle spielt.Für die Diagnose des Grünen Stars wird unter anderem der Augeninnendruck gemessen. Bereits seit einigen Jahren ist bekannt, dass dieser Messwert maßgeblich von der Hornhautdicke beeinflusst werden kann. Die Pachymetrie ist deshalb für die sichere Bestimmung des Augeninnendrucks notwendig. So kann eine notwendige Therapie frühzeitiger begonnen und im Verlauf optimal angepaßt werden. Möglicherweise kann bei überdurchschnittlicher Hornhautdicke auch eine unnötige Behandlung vermieden werden.

 

Die Messung erfolgt berührungslos,ohne lokale Betäubung und ohne Pupillenerweiterung. Mehrere Messungen hintereinander gewährleisten eine sehr genaue Ermittlung der Hornhautdicke. Die Untersuchung ist schmerzlos und dauert nur wenige Minuten.

Vermessung der Hornhautoberfläche / Hornhauttopographie

Bei einer Hornhauttopographie wird die Hornhautoberfläche dreidimensional erfasst So können die Krümmungsradien der Hornhautoberfläche sowie das Maß der Hornhautverkrümmung bestimmt werden.

Hornhauttopographie

Da die Oberfläche der Hornhaut so individuell wie ein Fingerabdruck ist, muß dies z.B. bei einer Anpassung von Kontaktlinsen mitberücksichtigt werden. Mittels dieser Untersuchung kann ein optimaler Sitz der Kontaktlinsen besser gewährleistet werden. Außerdem lassen sich durch die Hornhauttopographie Hornhautveränderungen oder bestimmte seltene Hornhauterkrankungen, z.B. Keratokonus, aufdecken.

Hornhauttopographie

Auch vor einer operativen Maßnahme, wie z.B. LASIK - einem Verfahren der refraktiven Chirurgie - zur Verbesserung der Sehleistung für ein Leben ohne Brille, ist diese Untersuchung sinnvoll.

Die Untersuchung erfolgt kontaktlos, schmerzfrei und schnell.

Messung der Nervenfaserschichtdicke (GDx)

Nervenfaserschichtdicke (GDx)

An den Nervenfasern im Bereich des Sehnervenkopfes machen sich die Veränderungen durch ein Glaukom am frühesten bemerkbar. Mit dem GDx wird die Dicke der Nervenfaserschicht im Bereich des Sehnervs sehr genau gemessen. Durch Vergleich der Messdaten mit altersbezogenen Normwerten kann die Wahrscheinlichkeit einer Glaukomerkrankung berechnet werden.

Dadurch ist eine Schädigung der Nervenfaserschicht durch ein Glaukom bis zu 6 Jahre früher erkennbar als bei einer Gesichtsfeldmessung. Da ein Glaukom nicht heilbar ist, sondern ein Fortschreiten der Erkrankung nur aufgehalten werden kann, stellt diese Untersuchungsmethode einen großen Fortschritt dar.

Diese Untersuchung ist besonders sinnvoll bei Patienten mit

• Glaukom (Grüner Star)

• genetischer Vorbelastung

• auffälliger Aushöhlung des Sehnervenkopfes (Exkavation)

• Veränderungen der Form des Sehnervenkopfes

• erhöhtem Augeninnendruck ohne Sehnerv-Veränderungen (okuläre Hypertension)

 

Die Untersuchung erfolgt berührungslos, ohne medikamentöse Pupillenerweiterung.

Dreidimensionale Untersuchung der Papille und der Netzhaut / Tomographie (HRT)

Die Vermessung des Sehnervenkopfes mit einem Heidelberger Retinatomographen (HRT) hat sich in den letzten Jahren in Behandlungszentren durchgesetzt. Mit dieser Methode können krankhafte Veränderungen am Sehnerv viel genauer und damit in der Regel auch viel früher festgestellt werden. Sie bietet daher zahlreiche Vorteile:

 

• Schäden am Sehnervenkopf können festgestellt werden, noch bevor der Patient Einschränkungen des Gesichtsfelds bemerkt.

• Es ist eine objektive Verlaufskontrolle möglich.

• Subjektive Abweichungen, die bei der Gesichtsfeldmessung auftreten können, werden ausgeschlossen.


Diese Untersuchung ist besonders sinnvoll bei Patienten mit

• Glaukom oder Glaukomverdacht

• auffälliger Aushöhlung des Sehnervenkopfes (Exkavation)

• Veränderungen der Form des Sehnervenkopfes

• erhöhtem Augeninnendruck ohne Sehnerv-Veränderungen (okuläre Hypertension)

Tomographie (HRT)

Eine Laser-Kamera erstellt dreidimensionale Bilder vom Sehnervenkopf und ein Computer wertet die ca. 147.000 Messpunkte aus. Die Ergebnisse der Messung werden gespeichert und können so mit späteren Messungen quantitativ verglichen werden. Auf diese Weise lassen sich schon geringste Veränderungen am Sehnerv feststellen.

 

Die Tomographie ist schmerzlos und dauert nur wenige Minuten. Sehnerv und Netzhaut werden bei der Untersuchung nicht belastet.